Vorsicht bei Energydrinks

Vorsicht bei Energydrinks

Pass auf vor Energydrinks! Neue Forschungen zeigen, dass sie gefährlich für deine Gesundheit sind. Nimm reines Koffein oder Kaffee für bessere und sicherere leistungssteigernde Resultate. Die neusten Forschungen zeigen, dass Energydrinks einen dramatischen Anstieg des Blutdrucks, Ruheherzfrequenz und zusätzliche gefährliche Nebeneffekte verursachen.

Energydrinks bringen grosse Erträge…und können Gesundheitsprobleme verursachen

Energydrinks sind Big Business – die Energydrink Industrie hat 2011 ungefähr 9 Billionen US-Dollar umgesetzt. Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Collegestudenten und 37% der Jugendlichen regelmäßig Energydrinks in sich hineinpumpen.

Energydrinks können die athletische Leistung und den Fokus zu einem ähnlichen Grad wie Koffein verbessern, aber Forschungen weisen drauf hin, dass die große Bandbreite der synthetischen und natürlichen Inhaltsstoffe die sie enthalten, diverse gesundheitlichen Probleme verursachen können. Die Gesundheitsrisiken von Energydrinks sind größer wenn man unerkannte Herzprobleme hat, Medikamente oder gewisse Supplements nimmt oder dich selbst zum Maximum pusht wenn du trainierst oder einen Wettkampf hast.

Kaffee und Koffein: Eine sichere Alternative

Das Koffein in Energydrinks ist wahrscheinlich nicht die Quelle der gesundheitlichen Probleme die mit dem Trinken von Energygetränken in Verbindung gebracht werden. Für viele Menschen ist reines Koffein eine vernünftige Alternative zu Energydrinks, da Studien zeigen, dass sowohl Kaffee als auch Koffein Supplements die Leistung, den Fokus und die Zeit bis zu Erschöpfung verbessern, ohne solch dramatischen Einfluss auf das Kreislaufsystem. Extreme Mengen Koffein können solche Probleme verusachen, aber vernünftige Mengen sind für viele Menschen kein Problem.

Kaffee bietet den Vorteil des stimulierenden Koffeins zusammen mit einer Fülle von Antioxidantien, genannt Phenole, die antikrebserregend sind und die Insulingesundheit verbessern. Aktuelle groß angelegte Studien zeigen keinen Zusammenhang zwischen Kaffee und kardiovaskulären Erkrankungen. Für koffeinhaltigen Kaffee wurde nachgewiesen, dass er die Adipozyten und die Leberfunktion verbessert, was bedeutet dass er die Fettverbrennung und die optimale Körperkomposition unterstützen kann.

Die Gefahren von Energydrinks

Berichte von gesundheitlichen Komplikationen durch Energydrinks sind häufig, und zwei neue Studien zeigen weshalb. Ein häufiger Nebeneffekt vom Trinken von nur einem oder zwei Energydrinks sind erhöhter Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz. Ein Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks bedeuten nicht zwangsläufig, dass du einen Herzinfarkt oder kardiovaskuläre Probleme bekommen wirst, aber es setzt das Herzkreislaufsystem zusätzlichem Stress aus. Die Kombination von hohem Blutdruck und hoher Herzfrequenz werden mit einem erhöhtem Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen, Risiko für Herzinfarkte, Krämpfen und Herzrasen in Verbindung gebracht .

Zwei neue Studien in The Annals of Pharmacotherapy zeigen, wie Energydrinks den Blutdruck beeinflussen.Eine Studie aus dem Jahr 2009 untersuchte die Auswirkungen eines Energydrinks, der Koffein, Zucker, Taurin, B- Vitamine, Glukoronolaktone und Niaciniamide enthielt, auf akute Reaktionen von Herzfrequenz und Blutdruck. Teilnehmer waren 15 gesunde Erwachsene, die 500 ml des Energydrinks (eine Gesamtmenge von 200 mg Koffeine und 2000 mg Taurin) jeden Tag über einen Zeitraum von sieben Tagen zu sich nahmen. Blutdruck und Herzfrequenz Werte wurden 1, 2, 3, und 4 Stunden nach dem Konsum an Tag 1 und 7 der Studie aufgenommen.

Hier sind die Ergebnisse:
•    An Tag 1 der Studie, nachdem der Energydrink getrunken wurde, stiegen systolischer Blutdruck (SBD) und Herzfrequenz (HF) im Durchschnitt um 8 Prozent.
•    Am siebten Tag der Studie waren sowohl SBD als auch HF sogar noch höher als an Tag 1, mit SBD um 9,6 Prozent oder 10 mm Hg erhöht und HF um 11 Prozent oder 7 Schläge pro Minute erhöht.
•    Diastolischer Blutdruck (DBD) um 7 Prozent und respektive nahezu um 8 Prozent an Tag 1 und 7 erhöht.
•    Dies sind sehr signifikante Erhöhungen durch das Trinken eines „natürlichen“ Produktes. Es ist besorgniserregend, dass BD und HF nach einer Woche täglichen Konsums des Energydrinks um einen erheblichen Grad erhöht waren. Nicht nur, dass es keinen Beweis für die Veträglichkeit der Zutaten gab, es stieg zudem auch die Stimulation des Kreislaufsystems und des Gefäßsystems an.
•    Im Vergleich ergeben Studien typischer Weise heraus, dass reines Koffein in einer ähnlichen Dosis den akuten SBD um weniger als 5 Prozent oder 2 bis 4 mm Hg erhöht. Eine zweite Studie in The Annals of Pharmacotherapy zeigt, wie die Mischung aus gegeneinander wirkenden Zutaten in Energydrinks den Blutdruck viel mehr beeinflusst als Koffein alleine.

Diese Studie von 2012 verglich den Konsum von einem Red Bull Energydrink und reinem Koffein, konsumiert in einer Dosis zu vier Zeitpunkten über den Tag verteilt, auf die durchschnittlichen Blutdruck- und Herzfrequenzwerte. Jede Dosis (du erinnerst dich, sie nahmen vier Dosen) Red Bull enthielt 80 mg Koffein und 1000 mg Taurin zusammen mit Zucker und anderen Vitaminen. Jede Dosis Koffein in Wasser enthielt nur 80 mg Koffein.

Hier sind die Ergebnisse:
•    In der Gruppe die  den Red Bull trank, betrug der durchschnittliche 24-Stunden SBD 123,2 mm Hg, DBD 73,6 mm Hg und der mittlere Arteriendruck 90,1 mm Hg. Der mittlere Arteriendruck ist der durchschnittliche Arteriendruck in einem einzelnen Herzzyklus, und durchgehend hoher mittlerer Arteriendruck ist ein Risikofaktor für Herzprobleme.
•    In der Gruppe die reines Koffein trank, betrug der durchschnittliche 24-Stunden SBD 117,4 mm Hg, DBD 68,2 und der mittlere Arteriendruck 84,8 mm Hg.
•    Herzfrequenzergebnisse waren das Gegenteil zu den Blutdruckwerten. Die Messbasis der HF der Red Bull Gruppe war 73 Spm. Durchschnitts 24-Stunden Werte für die HF in der Koffein Gruppe stieg auf 74,2 Spm verglichen mit 73,3 Spm bei der Red Bull Gruppe.
•    Die Dinge wurden seltsam bei der durchschnittlichen Herzfrequenz bei Nacht, welches die Zeit des Tages ist an dem die Herzfrequenz am niedrigsten ist. Die durchschnittliche Herzfrequenz bei Nacht der Koffein Gruppe betrug 70,2 Spm verglichen zu einem massiven Abfall der Herzfrequenz bei Nacht bzw. dem Red Bull, welche auf 65,3 Spm abfiel (Messbasis war 73,1 Spm).
•    Die Forscher erklären nicht den Grund für den signifikanten Abfall der HF in der Red Bull Gruppe, aber es hat höchstwahrscheinlich etwas mit den konkurierenden Zutaten in den Energydrinks zu tun.

Konkurierende Zutaten erforscht
Eine Hauptsorge bei Energydrinks sind die konkurierenden Zutaten, die nicht gut funktionieren wenn sie zusammen eingenommen werden. Koffein ist ein Stimulans, welches die Adenosinrezeptoren blockiert, was zu abgestumpfter Schmerzerfahrung führt und die Neurotransmitter und Katecholamin Hormonsekretion erhöht. .

Taurine in optimalen (nicht toxischen) Mengen schützt das Herz und senkt den Blutdruck. Es ist eine wohlbekannt Behandlungsmethode für Bluthochdruck, besonders wenn im Körper adäquate Magnesiumlevel vorhanden sind. Die tägliche Aufnahme von Taurin bei einer omnivoren (allesfresenden) Ernährungsweise beträgt in der Regel um die 400 mg/Tag und es gibt begrenzte Beweise welche Menge Taurin giftig ist, aber die meisten Studien über die Vorteile von Taurin nutzen 50 mg bis 2000 mg pro Tag. Die 2012er Studie nutze vier 1000 mg Dosen Taurin mit einer Gesamtmenge von 4000 mg.

Das Kombinieren des stimulierenden Effektes des Koffeins mit dem beruhigenden Taurin in Energydrinks ist, speziell in hohen Dosen, wahrscheinlich die Quelle des BD und seltsamen Effektes auf die Herzfrequenz bei Nacht. Forscher deuten an, dass die beiden Bestandteile die Koffeinabsorption und den Stoffwechsel beschleunigen, die Homeostase und die Fähigkeit des Körpers BD und HF adäquat zu regulieren verändern.

Für beste Resultate bei Leistung und Gesundheit vermeide es, den Körper zu verwirren und den Stoffwechsel von therapeutischen Nährstoffen zu verändern. Sei schlau was die Koffeinaufnahme angeht. Vermeide Energydrinks um Schlaflosigkeit, veränderte Neurotransmitter Funktion und das Risiko von Herzproblemen zu verhindern. Kaffee oder reines Koffein in vernünftigen Mengen scheint sicher, bietet kardiovaskuläre und Krebs vorbeugende Vorteile und steigert die Athletische Leistung. Eine schöne Dosis Koffein ist die beste Wahl.

Dieser Inhalt wurde von PICP Coach Wolfgang Unsöld erstellt.

Referenzen:
Franks, A., Schmidt, J., et al. Comparison of the Effects of Energy Drink Versus Caffeine Supplementation on Indices of 24-Hour Ambulatory Blood Pressure. The Annals of Pharmacotherapy. 2012. 46, 192-199.
Steinke, L., Lanfear, D., et al. Effect of “Energy Drink” Consumption on Hemodynamic and Electrocardiographic Parameters in Healthy Young Adults. The Annals of Pharmacotherapy. 2009. 43, 596-602.
Wolk, B., Ganetsky, M., et al. Toxicity of Energy Drinks. Current Opinion in Pediatrics. 2012. 24(2), 243-251.

Quelle: http://www.poliquingroup.com/

2017-04-21T10:11:28+00:00 By |Categories: Gesundheit|2 Comments

2 Comments

  1. Ralf April 20, 2017 at 4:28 PM

    Jetzt gibt es die Alternative zu den ungesunden Energy-Drinks Matcha!
    Für Sportler sogar in der Kölner Liste gelistet!

    Matcha ist ein biochemisches Symphonieorchester – eine ganze Apotheke in einer Pflanze!

    Durch die Verarbeitung des ganzen Blattes zu einem ultrafeinen Pulver nimmt man die Inhaltsstoffe in ihrer Gesamtheit auf.

    Deshalb ist es einfacher zu sagen, wo Matcha nicht wirkt als umgekehrt – er ist ein Polychrest, also ein Mittel, das auf nahezu alle Organe und Körperfunktionen einen positiven Einfluss ausübt. Eine große Anzahl von Studien über japanischen Grüntee belegen die medizinischen Wirkungen von Kopf bis Fuß. In erster Linie wirkt Matcha auf das Zentralnervensystem – wie anfangs beschrieben, als milder Aktivator des Gehirns, was auch bei der Stressbewältigung hilft. Wenn man ruhig schlafen möchte, sollte man Matcha wie Kaffee nicht am Abend trinken, da seine Halbwertszeit etwa sechs Stunden beträgt.

    Das Koffein des Matchas ist aber wesentlich verträglicher und wirkt sogar gesund (solange keine zu großen Mengen eingenommen werden), aufgrund seiner Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen. Es wirkt zudem anhaltender. Matcha gilt als sehr belebend, als der “gesunde Espresso” und Wachmacher.

    Matcha beinhält etwa 137 Mal mehr des Antioxidants und Haupt-Catechins EGCG als sonstiger grüner japanischer Tee und besitzt eine der höchsten ORAC-Werte überhaupt (Oxygen Radical Absorbance Capacity). Hier wurden 1384 TE/g gemessen, was zum Beispiel selbst gegenüber Acai-Beeren mit 1027 TE/g oder gar gegenüber Blaubeeren mit 24 TE/g extrem hoch ist.

    Eine weitere Besonderheit ist die große Menge an besonderen Vitaminen, insbesondere Vitamin A (Beta-Karotin) das besonders wichtig für die Augen, aber auch für die Haut, Schleimhäute und den Stoffwechsel sind.

  2. Daniela April 20, 2017 at 4:28 PM

    Einfach die Finger von solchen Getränken lassen, wie von Markus Bieri schon erwähnt gibt es genügend gesunde und natürlich alternativen, Matcha Tee, Bulletproof Coffe (mein Favorit) und noch unzählige andere. Wir müssen anfangen uns mit den Geschenken von Mutter Natur zu versorgen anstatt Müll in uns hinein zu stopfen.

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